
- Opernübertragung Videowall - Irene Ehart
Bereits seit 30 Jahren gibt es in Salzburg das Fest zur Festspieleröffnung. Mit einem fulminanten Auftakt feiert die Stadt Salzburg den Start ihres Festivals, das weltweit zu den hervorragendsten Kulturereignissen seiner Art zählt. Als vor gut 90 Jahren die Gründerväter Max Reinhardt, Hugo von Hoffmannsthal, Richard Strauss, Alfred Roller und Franz Schalk in gemeinsamer Vision die ersten Salzburger Festspiele veranstalteten, lag ihnen ein Fest für die Menschen eines friedlich vereinten Europa am Herzen. Der Gedanke ist heute wie damals gültig.
Am letzten Wochenende im Juli ist Festspieleröffnung
Am 24. und 25. Juli 2010 ist die Salzburger Bevölkerung wieder eingeladen, das Fest zur Festspieleröffnung mitzufeiern und die besondere Atmosphäre dieser Stadt zu genießen. Tanzvorführungen, Opernübertagungen auf Videogroßleinwand, Straßentheater, Klanginstallation, internationale Jazzmusik, Ausstellungen der Salzburger Galerien, Chorensembles, Cellisten- und Streicher-Ensembles, Fackeltanz, und und und. Ein Feuerwerk von kreativen Ideen und Darbietungen verwandelt am letzten Wochenende im Juli die ganze Stadt in eine Bühne.
Salzburg zelebriert sein Fest an vielen ungewöhnlichen Spielstätten
Salzburg hat auch außer den Festspielhäusern wahrlich einiges zu bieten. Die Felsenreitschule, Ende des 17. Jahrhunderts für Reitveranstaltungen errichtet, ist eine einmalige Spielstätte. Der barocke Salzburger Dom ist ebenso einbezogen wie der Innenhof der Alten Residenz, wo die diesjährige Aufführung des Straßentheaters Premiere hat. Im Lauf von 90 Festspielsommern sind immer neue ungewöhnliche Orte für die Kunst hinzu gekommen. Der Schüttkasten, ein ehemaliger Heu- und Getreidespeicher, beherbergt heute nicht nur das Kartenbüro der Salzburger Festspiele. Der neu errichtete Orchesterprobenraum mit seiner wunderbaren Akustik wird beim Eröffnungsfest den Rahmen für Darbietungen von Violinisten und Pianisten abgeben. Museen, Galerien, Plätze, Schloss Mirabell und Universitätsaula werden im Takt der festlichen Musik schwingen.
Künstler und Bevölkerung treffen aufeinander
Die Protagonisten des Salzburger Kultursommers sind Teil der festspielerprobten Stadt und bewegen sich völlig ungezwungen. Leicht kann es vorkommen, dass im Kaffeehaus oder beim bodenständigen Wirt ein prominenter Dirigent oder eine weltbekannte Opernsängerin am Nebentisch sitzt und zwar mit Aufmerksamkeit bedacht, aber doch dezent als Privatperson respektiert wird. Die Künstler danken es den Salzburgern und lassen diese beim Eröffnungsfest an all den bezaubernden Kostproben künstlerischen Wirkens teilhaben.
Stadtlandschaft, Kultur und Wirtschaft bilden eine Einheit
Festspielkultur, Wirtschaft und Salzburgs großartiges Stadtensemble - gewürdigt als Weltkulturerbe - bilden eine Symbiose, das Außergewöhnliche wird für gut fünf Wochen zum Alltag. Nahezu kein Geschäft der Innenstadt verzichtet auf festlichen Auslagenschmuck. Künstlerporträts und Hinweise auf die Festspiele gehören selbstverständlich zum Erscheinungsbild. Das Fest zur Festspieleröffnung ist nicht nur ein Geschenk an die Bevölkerung und deren Gäste. Durch das Engagement wichtiger Sponsoren ist es möglich, auch Menschen für kulturelle Ereignisse zu begeistern, die ansonsten nicht die Möglichkeit hätten, an den Veranstaltungen teilzunehmen. Jeder Liebhaber klassischer Musik kann kostenlos hochkarätige Opern- und Konzertübertragungen auf Großbildleinwand (Großbild-LED-Wall) am Kapitelplatz miterleben. Und dies nicht nur am Abend der Festspieleröffnung, sondern ebenso an vielen darauf folgenden. Moderne Tontechnik, großzügig gesponsert, ermöglicht diese Klangerlebnisse für Salzburgs musikbegeistertes Publikum.
Jedermann – seit Jahrzehnten das erfolgreichste Schauspiel
Gespannt erwarten Salzburgs Besucher die Interpretation des bisher jüngsten Jedermanns und seines neuen Ensembles. Wenn am Abend des 25. Juli der Ruf „Jedermann“ über den Domplatz schallt, weiß der geübte Salzburger, dass das Festspiel endgültig begonnen hat.
